Füllungen

Intraoral (im Mund) gefertigte Füllung:

Amalgam-Füllung Pro und Contra:

Amalgam ist heute für viele Menschen aus verschiedenen Gründen problematisch.

Einerseits aus ästhetischen Aspekten, denn Amalgamfüllungen werden schon nach kurzer Zeit schwarz und unansehnlich. Andererseits kommt es im Mund über den Speichel zu einem Ionen-Fluss, woraus elektrische Ströme von geringer Spannung resultieren, die die Amalgamfüllung angreifen und Spuren von Quecksilber freisetzen. Dies sind zwar geringere Mengen als sie manchmal über Nahrungsmittel aufgenommen werden, dennoch ist bei den meisten Patienten, die bewusst auf ihre Gesundheit achten, ein begründetes Misstrauen geblieben.

Unbestritten ist jedoch die Tatsache, dass Amalgam so preiswert ist, dass die Krankenkassen die vollen Kosten dafür übernehmen.

Jeder der keine Amalgamfüllungen in seinem Mund will, ist daher dazu angehalten über Alternativen nachzudenken.

In unserer Praxis bieten wir keine Amalgamfüllungen an.


Alternative Füllungsmaterialien:

Technikergefertigte Füllung: Inlay - Das Mittel der Wahl:

Vom Zahntechniker gefertigte Füllungen werden nicht im Mund sondern im Labor hergestellt. Hierfür muss zuerst ein Abdruck der Zähne genommen werden. Anhand eines Modells Ihrer Zähne, kann der Techniker eine präzise und hochwertige Füllung anfertigen, deren Kaufläche exakt zum Gegenzahn passt. Dies ist die beste Möglichkeit einen kariösen Zahn langfristig haltbar, also optimal zu versorgen. Die Haltbarkeit einer so gefertigten Füllung - kann das 10 - 15 Fache einer Amalgamfüllung betragen.


Gold Inlay:

In Zeiten rasanten technischen Fortschritts sind viele Menschen geneigt, das Neueste immer für das Beste zu halten - dies trifft bei der Versorgung von Zähnen nicht unbedingt zu.

Gold: - nicht nur der Inbegriff des Schönen, des Göttlichen, des Reichtums und der Macht, sondern auch ein Heil- und Hilfsmittel, das in allen Kulturen seit ca. 6000 Jahren eine hohe Wertschätzung genießt. Seit zwei Jahrtausenden ist Gold, wenn auch in immer verbesserten Legierungsvarianten, in der Zahnheilkunde das Mittel der Wahl. Es handelt sich hierbei um ein "biokompatibles" Material, d.h. es gibt praktisch keine Nebenwirkungen - also ein optimaler Werkstoff.

Die "Schmiedbarkeit" des Goldes erlaubt es uns einerseits einen nahezu perfekten und bakteriendichten Randschluss herzustellen, indem wir das Inlay beim Einsetzen anfinieren (anpolieren), andererseits verhindert sie das Auftreten von Frühkontakten, die sich auf Dauer schädlich auf das Kiefergelenk auswirken, da sich Goldkauflächen durch Reibung gegeneinander - sozusagen selbst einschleifen, also ein wenig nachgeben. Die Hochglanzpolitur mit der das Inlay geliefert wird, erschwert es Zahnbelägen sich anzuhaften.


Onlay oder Teilkrone:

Von einem Onlay spricht man, wenn es notwendig ist aus statischen Gründen nicht nur die Kaufläche, sondern auch eine Höcker des Zahnes zu ersetzen. Dies kann der Fall sein, wenn eine erhaltene Zahhnwand schon so dünn ist, dass sie dem Kaudruck nicht standhalten würde und auseinander zubrechen droht.


Keramik-Verblend Inlay:

Vor allem in südlicheren Ländern sind deutlich sichtbare Goldzähne ein Statussymbol. In unseren Breiten hingegen wünscht man sich einen Zahnersatz, der sich den eigenen Zähnen vollkommen anpasst. Qualitativ sind Goldinlays unübertroffen, ästhetisch jedoch stellen sie einen Kompromiss dar, da die Goldanteile teilweise sichtbar sind. Bei Keramik-Verblend Inlays ist ein Großteil der sichtbaren Fläche mit zahnfarbener Keramik verblendet, so dass nur ein dünner Goldrand zu sehen ist, der allerdings kaum auffällt.

Alle Inlays aus Gold oder mit Goldunterbau können mit seit Jahrzehnten bewährten Zementen problemlos am Zahn fixiert und der Goldrand finiert werden.


Vollkeramik Inlays:

Zweifellos stellen sie die ästhetisch schönste Alternative zum Amalgam dar, aber auch die Teuerste. Sie sind zwar praktisch nicht sichtbar, aber zerbrechlich, da dieses Material ohne Goldunterbau wesentlich spröder ist. Des weiteren kann man solche Inlays nicht zementieren, sondern man muss sie kleben. Langzeiterfahrungen mit diesen Klebern liegen jedoch noch nicht vor.