Kinderzahnheilkunde

So schön wird Ihr Lächeln ohne Zähne nie wieder sein

Das Zahnen:

Zahnen und Zahnungsbeschwerden zeigen sich beim Säugling etwa ab dem Alter von 6 Monaten, wenn die ersten Milchzähne durchbrechen.

Wie wachsen die Zähne?
Zuerst wachsen die unteren und oberen Schneidezähne. Bis zum Alter von ca. 3 Jahren sind alle Milchzähne durchgebrochen.


Zahnungsbeschwerden:

Während des Zahnens können folgende Beschwerden auftreten:
  • Schmerzen
  • Schwellung und Rötung des Zahnfleisches
  • Verstärktes Speicheln
  • Leichtes Fieber
  • Reizbarkeit, Unausgeglichenheit


Was können Sie tun?

  • Ein Beißring oder Eisbeißer kann die Beschwerden lindern.
  • Auch die Massage des geschwollenen Zahnfleisches mit dem Finger wirkt lindernd.
  • Lösungen oder Gele mit oberflächlichen Betäubungssubstanzen (z.B. Lidocain) lindern die Schmerzen. Außerdem enthalten diese oft zusätzlich entzündungshemmende, desinfizierende Zusätze (z.B. Kamille und Hexetidin).
  • In Ausnahmefällen kann ein schmerzstillendes Zäpfchen (Paracetamol) in niedriger Dosierung gegeben werden.
  • Außerdem gibt es homöopathische Kügelchen zum Einnehmen gegen Zahnungsbeschwerden.


Div. Hausmittel:

  • Fenchelstengel ist ein bewährtes Hausmittel, um das Kaubedürfnis des Kindes zu stillen. Fenchel gibt beruhigende und schmerzstillende Substanzen ab und beruhigt ausserdem die Verdauung.
  • Vitamin B lindert die Beschwerden beim Zahnen im Allgemeinen. Stillende Mütter sollten in dieser Zeit bewusst Nahrungsmittel mit viel Vitamin B essen wie Nüsse, Vollkornprodukte, Sesam und Soja.
  • Flaschenkinder bekommen eine Messerspitze Hefeflocken in die Flasche (nicht mehr, sonst bekommt das Kind Blähungen).
  • Salbeitee


Der erste Besuch beim Zahnarzt:

Sie sollten Ihr Kind spätestens ab dem 2. Lebensjahr zu den regelmäßigen Kontrolluntersuchungen mitnehmen, damit es sich an die Ungebung gewöhnen kann. Sollte dann später einmal eine Behandlung notwendig werden, so ist dies dann in einem mittlerweile vertrauteren Umfeld viel leichter.

Damit es aber erst gar nicht zum Entstehen von Karies kommt, sollten Sie ein paar wichtige Punkte beachten:
  • Karies entsteht unter anderem auch durch Übertragung von kariogenen Bakterien, ähnlich wie eine Erkältung. Meist sind die Eltern oder andere Kontaktpersonen die Überträger. Vermeiden sie daher das Abschlecken des Schnullers und geben sie ihrem Kind eine eigene Zahnbürste.
  • Lassen sie die Kinder selbst putzen, aber putzten sie hinterher nach, da es erfahrungsgemäß lange dauert, bis die nötige Putztechnik beherrscht wird.
  • Fissurenversiegelung:
    Schon bei der Zahnbildung baut der Körper oft kleinste Rillen in die Kaufläche eines Zahnes. Auch andere Bereiche des Zahnes können betroffen sein. Oftmals sind diese Rillen so klein, dass das Ende einer Zahnbürstenborste im Vergleich so groß wie ein Baumstamm ist. Diese Zahnanteile bekommen dann früher oder später Karies.

    Die Versiegelung der Kauflächenfissuren stellt einen wirksamen und langanhaltenden Schutz vor Kariesbefall dar. Die Grübchen (Fissuren) in der Kaufläche bilden erfahrungsgemäß eine Schmutznische, die gerade von Kindern oft nur schwer zu reinigen ist. Aus diesem Grunde geht man daran diese Fissuren mit einem Versiegelungskunststoff zu überziehen, um so dort die Ablagerung von Speiseresten und Bakterien zu verhindern und damit die Reinigung leichter zu gestalten.